Sonntag, 25. januar 2009
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Anfang der 70er Jahre ging ich noch zur Schule. Ich las damals schon sehr viel und kannte SF-Serien wie Perry Rhodan, Atlan, Die Terraunauten usw. Von der Buchreihe Mark Barndis erfuhr ich erst in
den 90er-Jahren, und es hieß, es sei eine der besten SF-Serien, die es hierzulande jemals gegeben habe. Ich fragte mich natürlich ,warum ich das damals nicht mitbekommen habe, zumal ich fast alles
gekauft und gesammelt habe, was es an interessanten Publikationen gab. Natürlich konnte man einige Mark Brandis-Bücher noch antiquarisch bekommen, dann aber zu horrenden Preisen und natürlicht
nicht die komplette Serie. Über den Autor Nikolai von Michalewsky wusste ich nichts, also sagte ich mir, dass alles nicht so wichtig sei und dass ich dann eben halt mal eine Serie verpasst habe.
Das änderte sich erst im Oktober letzten jahres, als ich erfuhr, dass der Wurdack-Verlag eine Neuauflage aller 31 Mark Brandis-Bücher startete, und da war ich natürlich neugierig. Bis jetzt sind
vier Bücher erschienen, und nach dem Lesen muss ich feststellen, dass ich ein kleines Juwel für mich entdeckt habe. Die Mark Brandis-Romane sind in meinen Augen eine der besten Serien, die ich
jemals gelesen habe. Spannende Handlung, tiefgründige Charaktere und ein packender Erzählstil. Wer mich kennt, weiß, dass ich Romane ohne Happy-End bevorzuge - und genau das finde ich in den Mark
Brandis-Romanen. Hier bleibt am Ende eines Romans meistens Betroffenheit ürig, und man fiebert schon dem nächsten Band entgegen, hofft, dass das tragische Ende vielleicht im kommenden Band neue
Hoffnung gibt. Aber dem ist nicht so. Der 1991 verstorbene Autor Peter Dubina bevorzugte genau die gleiche Erzählweise. Auch er schilderte meist tragische und alles andere als heldenhaft wirkende
Figurn in seinen Romanen. Das machte ihn zu einem Ausnahmeautor in der deutschen Westernlandschaft. Nikolai von Michalewsky hat das gleiche im SF-Genre getan. Ich bin sehr erfreut darüber, dass der
Wurdack Verlag diese Serie wieder einem neuen Publikum präsentiert. Auch wenn ein Großteil der Romane schon 30 Jahre auf dem Buckel hat, so sind sie dennoch aktuell von den Themen her. Mein Tipp:
Lesen lohnt sich!!!
von Alfred Wallon
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