Sonntag, 11. januar 2009 7 11 /01 /2009 19:20
"Nicht so viel reden, sondern machen..." - das ist einer meiner Grundsätze. Bevor ich mich lange mit dem Für und Wider beschäftige, packe ich ein Projetzt lieber am Schopf und ziehe es durch. Egal, wie anstrengend und mühselig es unter Umständen sein mag.

Ich habe viele Western geschrieben - fast alle mit historischem Hintergrund und natürlich im Detail sorgfältig recherchiert. Das werde ich auch weiterhin tun. Aber manchmal gibt es Dinge, die einem schon sehr lange am Herzen liegen und die man unbedingt realisieren möchte. ROBERT MORGAN ist solch ein Projekt, und ich bin froh, dass es nun nicht mehr lange dauern wird, bis das erste Buch der Trilogie das Licht der Buchwelt erblicken wird.

Wie meistens bei solchen Sachen, gibt es einen Grund, warum ich das mache. In meiner Schulzeit stieß ich auf die Comic-Serie DER ROTE KORSAR. Diese frankobelgische Comicserie erschien zuerst im Bastei-Verlag als Heftserie mit einem Band pro Monat. Damals ging ich noch zur Schule und war gerade mal 15 Jahre alt. Diese spannenden Geschichten faszinierten mich sehr, und ich kaifte mir von meinem ersparten Taschengeld jeden Monat ein solches Heft für 1,50 DM. Nach 16 Bänden war leider Schluss. Erst etliche Jahre später legte der Carlsen-Verlag diese Serie in Albenform noch einmal auf und setzte sie mit weiteren, bisher unveröffentlichten Alben fort. Aber das war für mich nicht mehr dasselbe wie damals. Vielleicht war es die Heftform, vielleicht auch die Verklärung, die ich als Jugendlicher für diese frühen Hefte empfand. Auf jeden Fall sind sie mir bis heute in Erinnerung geblieben: der Rote Korsar, sein Sohn Rick, der Steuermann Stelzfuß und der einstige Sklave Baba - und natürlich die herrlichen Abenteuer, die sie erlebten. Aufs Korn genommen wurden sie übrigens sehr oft vom Asterix-Zeichner Uderzo. Diese Figuren waren nämlich die Piraten, die Asterix und Obelix immer wieder in die Pfannen hauten, wenn sie ihnen begegneten. Nur wer die ursprünglichen Comics kennt, weiß mit welcher Liebe zum Detail Uderzo diese Figuren durch den Kakao gezogen hat...

Ich wollte auch Piratenromane schreiben - vor allem natürlich wegen meiner Jugenderinnerungen und auch deshalb, weil ich dieses Genre bisher noch nicht beackert hatte. Die Idee reifte sehr lange in mir, bis es schließlich in die Details ging. Und zum Glück fand ich in Peter Göring, dem Chef des Persimplex Verlages, einen interessierten Verleger, der die Sache so sah wie ich. "Es gibt keine Piratenserie im Moment in Deutschland", sagte er zu mir. "Also sorgen wir jetzt dafür, dass sich das ändert..."

So ging ich nun ans Werk und schrieb. Aber ganz so einfach wie ich es mir vostellte, war es dann doch nicht. Zunächst musste ich erst einmal etliche historische Bücher wälzen und mich vor allen Dingen über Schiffe und deren Bauweise informieren. Ganz zu schweigen von den Fachbezeichnungen für verschiedene Segel und Masten. Das war schon sehr aufwändig. Aber wenn man etwas vor Augen hat und es unbedingt realiseren will, dann klappt das auch.

Fast ein Dreivierteljahr habe ich an dem ersten Band "Der Sohn des Seeteufels" gearbeitet - und nun ist er ednlich fertig, vom Verlag auch schon lektoriert und wird nun im Laufe dieser Woche in Druck gehen. Spätstens bis Anfang Februar wird das Buch dann vorliegen.

Zum Inhalt: Robert Morgan ist ein einstiger Offizier der Royal Navy, der durch heimtückische Machenschaften seinen Rang verliert und zum Geächteten wird. Lord Peter Dawson und Admiral James Fawcett, seine Gegner, setzen von nun alles daran, um ihren Todfeind zu vernichten. Morgan wird im Lauf der Jahre zum gefürchteten Schwarzen Piraten und setzt der Royal Navy ordentlich zu. Aber er hat ein sorgsam gehütetes Geheimnis: sein Sohn Jeffrey wächst als Adoptivsohn eines Apothekers in England auf - und genau dieses Geheimnis wird durch eine verhängnisvolle Kette von Ereignissen gelüftet. Jeffreys Tarnung fliegt auf. Er wird ergriffen und in den Kerker des Towers von London geworfen - und Morgans Gegner warten jetzt darauf, dass der gefüchtete Schwarze Pirat alles tun wird, um seinen Sohn zu befreien...

Mehr möchte ich an dieser Stelle nicht verraten. Aber diejenigen, die die Comcserie DER ROTE KORSAR kennen und schätzen, wissen, was sie in diesen Roman erwarten wird. Spannung und Abenteuer von der ersten bis zur letzten Seite!

Mit der ROBERT MORGAN-Trilogie betrete ich als Westernautor Neuland: aber ich denke, dass ich meine Arbeit gut gemacht habe und dass die Leser das zu schätzen wissen. Und wenn dies der Fall ist, dann wird es bestimmt nicht nur bei einer Trilogie bleiben...
von Alfred Wallon
Kommentar hinzufügen - Kommentare () - empfehlen
Zurück zur Hauptseite

Über diesen Blog

Blog erstellen

Kalender

Februar 2010
M D M D F S S
1 2 3 4 5 6 7
8 9 10 11 12 13 14
15 16 17 18 19 20 21
22 23 24 25 26 27 28
             
<< < > >>
Erstellen Sie einen Blog auf de.over-blog.com - Kontakt - Nutzungsbedingungen - Missbrauch melden